Schach spielen

Schach spielen

Schach spielen: „Mancher, der sich für einen Schachspieler der Weltpolitik hält, ist in Wirklichkeit bloß eine Schachfigur.“ George F. Kennan (Historiker)

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Wer sich detailliert über die Schachgeschichte in dem 19. und 20. Jahrhundert informieren will, wird in den folgenden Werken fündig, die allerdings die jüngste Schachgeschichte nicht mehr abdecken:

    • Milan Vidmar, Goldene Schachzeiten
    • Mit Milan Vidmars Erinnerungen tauchen wir ein in ein längst vergangenes, goldenes Zeitalter des Schachs, das den Leser noch heute in seinen Bann schlägt. In seinen Schilderungen werden die alten Schachlegenden wieder lebendig, die die großen Turniere im Zeitraum 1900 bis 1940 dominiert haben und mit denen er sich am Brett so manchen Kampf geliefert hat. 35 Partien und Partiefragmente, meist mit eigener Beteiligung und von ihm selbst mit luziden Kommentaren versehen, sind eingebettet in Erzählungen, die die faszinierende Atmosphäre in den Turniersälen und Schachcafés jener Tage widerspiegeln. Es sind nostalgisch anmutende Memoiren, die aber keineswegs frei sind von kritischen Gedanken, etwa wenn Vidmar über Auswüchse und Entartungen des Spitzenschachs in der Nachkriegszeit sinniert. Seine Ausführungen sind von bemerkenswerter Weitsicht, und manche seiner Befürchtungen und Klagen haben bis heute ihre Berechtigung nicht verloren. Dieses fesselnde Alterswerk Vidmars, ein gutes Jahr vor seinem Tod erschienen, ist ein unvergänglicher Klassiker der Schachliteratur und eine unverzichtbare Lektüre für den historisch interessierten Schachfreund. Zeitzeugen, die über die besagte versunkene Ära des Schachs authentisch berichten könnten, sind längst ausgestorben. Vidmar war einer der letzten, und er gehörte zu den Wenigen, die vorzüglich schreiben und dabei glänzend unterhalten konnten. Auch Sie sollten nicht zögern, sich in die goldenen Schachzeiten entführen und verzaubern zu lassen!
  • Ein ganz wunderbares, unvergleichliches Buch über die alten Großmeister des Schach: In diesem Buch wird farbig und lebensecht erzählt, wie es damals war im „Cafe des Regences„, in dem sich in Paris um 1740 die Größen des Schachs Tag um Tag versammelten, es wird erzählt von Londons Chess Divan, von den ersten Meisterschaften, von den Gängeleien, den Intrigen, damals bis heute.Hier wird erzählt von Philidor, von Andersen und Staunton, dem Angeber. Hier geht es um Morphy, um einige der unvergesslichen Partien (die auch komplett notiert sind). Es geht um die Größen des Schach bis heute, und erzählt wird das alles in einer unvergesslichen heiteren, netten, blumigen Manier, so dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Es ist mehr ein historisches Potpourri als eine strenge chronologische Aufschrift, aber eben so geschrieben, dass man es gemütlich lesen kann (und einige Partien nachspielen kann), mit so vielen netten Anekdoten, dass man die Schachspieler allesamt nie mehr vergessen wird und auch meint, überall dabei gewesen zu sein.
  • P. Feenstra Kuiper, Hundert Jahre Schachturniere, Die bedeutendsten Schachturniere 1851-1950
    Die bedeutendsten Schachturniere, 1851-1950 : Mit einer Übersicht der Spielerfolge der grössten Schachmeister
  • P. Feenstra Kuiper, Hundert Jahre Schachzweikämpfe, Die bedeutendsten Schachzweikämpfe 1851-1950
    Die bedeutendsten Schachzweikämpfe 1851 – 1950.

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Die Schachgeschichte hat eine lange Vergangenheit, aber die Herkunft des Schachs liegt im Dunkeln.
Möglicherweise hat sich Schach spielen in Indien entwickelt, vielleicht als Kriegsspiel oder als Anweisung für die militärischen Führer.

Die Legende vom Weizenkorn

die wohl berühmteste Erzählung der Schachgeschichte kommt aus Indien:

 Schach spielen - Schachgeschichte - Weizenkorn

Der indische Herrscher Shihram tyrannisierte seine Untertanen und stürzte sein Land in Not und Elend. Um die Aufmerksamkeit des Königs auf seine Fehler zu lenken, ohne seinen Zorn zu entfachen, schuf Dahirs Sohn, der weise Brahmane Sissa, ein Spiel, in dem der König als wichtigste Figur ohne Hilfe anderer Figuren und Bauern nichts ausrichten kann. Der Unterricht im Schach spielen machte auf Shihram einen starken Eindruck. Er wurde milder und ließ das Schach spielen verbreiten, damit alle davon Kenntnis nähmen. Um sich für die anschauliche Lehre von Lebensweisheit und zugleich Unterhaltung zu bedanken, gewährte er dem Brahmanen einen freien Wunsch. Dieser wünschte sich Weizenkörner: Auf das erste Feld eines Schachbretts wollte er ein Korn, auf das zweite Feld das Doppelte, also zwei, auf das dritte wiederum die doppelte Menge, also vier und so weiter. Der König lachte und war gleichzeitig erbost über die vermeintliche Bescheidenheit des Brahmanen.

Als sich Shihram einige Tage später erkundigte, ob Sissa seine Belohnung in Empfang genommen habe, musste er hören, dass die Rechenmeister die Menge der Weizenkörner noch nicht berechnet hätten. Der Vorsteher der Kornkammer meldete nach mehreren Tagen ununterbrochener Arbeit, dass er diese Menge Getreidekörner im ganzen Reich nicht aufbringen könne. Auf allen Feldern eines Schachbretts zusammen wären es 264−1 oder 18.446.744.073.709.551.615 (≈ 18,45 Trillionen) Weizenkörner. Nun stellte er sich die Frage, wie das Versprechen eingelöst werden könne. Der Rechenmeister half dem Herrscher aus der Verlegenheit, indem er ihm empfahl, er solle Sissa Ibn Dahir ganz einfach das Getreide Korn für Korn zählen lassen (Quelle: Wikipedia)

Eine kurze Einführung in das Schachspiel und die Schachgeschichte

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Verbreitung nach Westen

Das Schachspiel fand später im arabischen Raum und anschließend im Mittelalter in Europa Zugang zu den adligen Höfen. Auch in den darauf folgenden Jahrhunderten gehörte das Schach spielen zu den europäischen Herrscherhöfen. Die Regeln änderten sich im Laufe der Zeit, ebenso die Gestalt der Figuren.Eine spielverändernde Änderung erfuhr das Spiel im Verlauf der Schachgeschichte am französischen Königshof: Die Dame des Schachspiels wurde zur dominierenden Figur auf dem Brett, nachdem zuvor der König diese Eigenschaft inne hatte. Immer noch drehte sich alles um den König, den man zu beschützen hatte und mit dessen Verlust die Partie beendet war, aber vorher konnte der König mit einer großen Reichweite sich selbst schützen und wenn notwendig. schnell fliehen. Jetzt war seine Bewegungsfreiheit auf minimale Schritte reduziert worden, er war meist auf den Schutz durch die jetzt mächtige Dame angewiesen. Seither ist beim Schach spielen die Dame die dominierende Figur.

Die moderne Schachgeschichte

Die Entwicklung des Schachs machte laufend Fortschritte. In den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts kam es zu ersten dokumentierten Zweikämpfen und bald darauf auch zu ersten Schachturnieren. Das moderne Turnierschach wurde eingeleitet durch London 1851. Unter den 16 Teilnehmern aus ganz Europa trug der auch später zusammen mit dem Amerikaner Morphy als Vorläufer der Weltmeister anerkannte Deutsche Anderssen aus Breslau den Sieg davon. Bis dahin wurde das Spiel im Schachturnier noch nicht durch eine Zeitbeschränkung geregelt. Daher machte mancher Teilnehmer exzessiv von der Bedenkzeit Gebrauch machte, so dass der Gegner gelegentlich vom Schlaf übermannt wurde. Deswegen führten die Veranstalter späterer Schachturniere bzw. Matches die Bedenkzeit ein, und damit kamen die Schachuhren ins Spiel. Das war ein neues Element in der Schachgeschichte: Eine Schachpartie konnte von nun an auch durch Zeitüberschreitung verloren werden, auch wenn der betroffene Spieler auf Gewinn stand.

 

 

Der Schachmittelpunkt war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts England, Deutschland und Österreich-Ungarn. Daneben gab es auch in Frankreich und Russland besondere schachliche Aktivitäten, die von Vereinen getragen wurden. Auch die großen Bäder und Kurorte erkannten bald, dass sie ihre Attraktivität erhöhen konnten, wenn sie international besetzte Schachturniere durchführten. In der Presse wurde regelmäßig und ausführlich über diese Schach-Turniere berichtet. Unter der Rubrik Sport fanden sich im 19. Jahrhundert in der Regel außer Angaben zur örtlichen Jagd nur Berichte über Schachturniere. Auch eine Schachkolumne gehörte zum traditionellen Angebot jeder seriösen Zeitung, ein gern genommenes Zubrot für die professionellen Schachmeister, die viele Jahrzehnte darauf warten mussten, bis ihnen beim Turnierstart neben den evtl. Preisen auch ihre Spesen ersetzt wurden. Wie viele andere Künstler oder Sportler jener Zeit waren sie im allgemeinen Hungerleider.

Bald war die Schachwelt daran interessiert, festzustellen, wer denn der stärkste Spieler auf Erden sei. International organisierte Verbände gab es damals noch nicht , also nahmen Interessengruppen hinter einzelnen Spielern bzw. Vereine es in die Hände, solche Wettkämpfe zustande zu bringen. Der erste offizielle Wettkampf, in dem um den Titel der Schach-Weltmeisterschaft gekämpft wurde, fand in London 1866 statt. Wilhelm Steinitz, ein nach England ausgewanderter Österreicher, wurde Sieger gegen Anderssen. Steinitz verteidigte diesen Titel einige Male: u.a. gegen den Deutschen Zukertort bzw. den Russen Tschigorin.

1894 ließ der 26-jährige deutsche Emanuel Lasker aufhorchen.Er traf den 58-jährige Steinitz in verschiedenen Städten der USA. Er war bisher noch ohne große Erfolge in Schach-Turnieren, allerdings ließen seine Zweikampferfolge gegen englische Spitzenspieler aufhorchen. Der unerfahrene Emanuel Lasker gewann gegen Steinitz sensationell mit 10: 5 bei 4 unentschiedenen Partien.

Emanuel Lasker war damit der neue Schach-Weltmeister und blieb das 27 Jahre bis 1921. Weil seine eigentlichen Interessen woanders lagen, in der Mathematik, der Philosophie sowie anderen Spielen wie Go und Bridge, zog sich Emanuel Lasker gelegentlich für mehrere Jahre vom Schachspiel zurückzog. Am Anfang jedoch zeigte er seine Überlegenheit in großartigen Erfolgen bei Schachturnieren und gewonnenen Zweikämpfen gegen Steinitz, den Amerikaner Marshall, den Deutschen Tarrasch und den Franco-Polen Janowski.

1921 musste Lasker seinen Titel unter widrigen Umständen verteidigen. Der Kubaner Capablanca wurde neuer Schach-Weltmeister. Mit unerwartender Leichtigkeit wusste er Stellungen zu beurteilen, und positionell überragend siegte er unter Ausnützung kleiner strategischer Vorteile. Er war aber trotz großer Erfolge auf der internationalen Schachbühne in Schachturnieren mehr Diplomat seines Landes als schwer arbeitender Schachdenker.

Unter den Verfolgern, den Deutschen Tarrasch und Spielmann, den Russen Aljechin, Nimzowitsch und Bogoljubow, dem Polen Rubinstein, dem Jugoslawen Vidmar, dem Amerikaner Marshall, dem Österreicher Schlechter, den Tschechen Duras, Reti und Flohr, dem Ungarn Maroczy, war ein junger Mann besonders erfolgreich: Das war der in Moskau geborene Alexander Aljechin, ein geradezu fanatischer Schachspieler, der mit seinen Kombinationen begeisterte und grandiose Turniersiege feierte, dem aber gegen Capablanca keinerlei Chancen eingeräumt wurden.

Es kam 1927 zum Wettkampf Capablanca gegen Aljechin in Buenos Aires. Aljechin wurde überraschend neuer Schach-Weltmeister mit 6 Siegen, 3 Niederlagen bei 25 Remis. Der Verlierer Capablanca erhielt nie wieder die Chance, um die Schach-Weltmeisterschaft zu kämpfen, da der Titel damals nicht wie ab 1945 innerhalb fester Regeln zu verteidigen war, sondern dem Belieben des Titelinhabers oblag. Der wählte selbst die Gegner und die Bedingungen, zu denen er antrat. Und gewisse Zwistigkeiten zwischen dem alten und dem neuen Schach-Weltmeister waren dafür verantwortlich, dass es zu keiner Revanche kam.

Aljechin verteidigte seinen Titel zweimal gegen Bogolubow und einmal gegen den Holländer Euwe, wobei er den ersten Kampf gegen Euwe verlor, jedoch den Rückkampf für sich entscheiden konnte. Euwe war also der fünfte Schach-Weltmeister, wenn auch nur für zwei Jahre.

In vielen Ländern wurden nationale und internationale Schachturniere abgehalten, dazu gab es viele privat organisierte Zweikämpfe, vor allem zwischen renommierten Schach-Meistern. Hinzu kam auch der internationale Mannschaftsvergleich in Form der Schacholympiade, die erstmals 1924 in Paris stattfand.

1945 ging eine Ära der Schachgeschichte zu Ende, auch weil der amtierende Schach-Weltmeister Aljechin sich 1946 vereinsamt und ohne Perspektiven in Portugal das Leben genommen hatte. Jetzt kamen neue Spieler nach vorn, insbesondere aus der Sowjetunion, in der das Schach spielen sehr gefördert wurde, denn Lenin sah in der Verbreitung des Schachspielens ein Instrument , die Intelligenz bei der breiten Bevölkerung anzuheben. Schach spielen war Schulfach und Universitätsfach geworden, es wurde für eine lückenlose Erfassung aller Talente gesorgt. Die Weltspitze bestand jetzt maßgeblich aus Sowjetspielern wie z.B. Botwinnik, Smyslow, Bronstein, Kotow, Keres.

1948 wurde in Den Haag bzw. Moskau ein Turnier um den vakanten Weltmeistertitel ausgespielt. Botwinnik gewann dieses Turnier und wurde Nachfolger von Aljechin. Der Kampf um den Titel war ab sofort bestimmten Regeln unterworfen und damit auch eine regelmäßige Veranstaltung. Den amtierenden Schach-Weltmeister durfte alle drei Jahre der Sieger eines Kandidaten-Turniers herausfordern, nachdem er selbst zuvor erfolgreich an einem Interzonenturnier teilgenommen hatte. Wurde der Schach-Weltmeister abgelöst, hatte er ein Rückkampfrecht. Dies war neu in der Schach-Geschichte.

Botwinnik verteidigte zunächst seinen Titel durch einen unentschiedenen Wettkampf gegen Bronstein.

Anschließend verlor Botwinnik einen Wettkampf gegen Smyslow. Den Rückkampf gestaltete er erfolgreich, so dass er wieder Schach-Weltmeister wurde.

Zu einer besonderen Herausforderung wurde der anschließende Kampf gegen den jungen Zauberer am Brett, Tal. Wieder verlor Botwinnik den ersten Wettkampf und damit den Titel, holte sich aber die Schachkrone im Rückkampf erneut zurück.

Als nächster Herausforderer hatte sich der großartige Verteidiger und Positionsspieler Petrosjan qualifiziert. In ihm fand Botwinnik, der sich immer seltener am Schachgeschehen beteiligt hatte, erneut seinen Bezwinger. Da nunmehr ein automatischer Rückkampf nicht mehr vorgesehen war, ging die Ära Botwinnik zu Ende. Petrosjan verlor anschließend seinen Titel an den agressiv spielenden Spasski, ebenfalls ein Vertreter der UdSSR.

Eine Besonderheit erfuhr die Schach-Geschichte, als mit dem Amerikaner Bobby Fischer erstmals in der Nachkriegszeit ein Spieler auftrat, der in der Lage war, mit den sowjetischen Spielern mitzuhalten. Schon sehr früh zeigte Fischer in Turnieren, dass er auf gleichem Niveau spielte. Die Qualifikation zur Schach-Weltmeisterschaft war aber so geregelt, dass jeweils die große Gruppe an russischen Spielern Vorteile für den sowjetischen Favoriten mit sich brachte. Deswegen kehrte Fischer dem internationalen Schach den Rücken , bis durch die Fide eine Regeländerung beschlossen wurde. Das Kandidaten-Turnier, aus dem der Herausforderer hervorging, wurde jetzt nicht mehr als Turnier aller gegen alle durchgeführt, sondern im KO-Format: Wer verlor, schied aus dem Kandidatenturnier aus.

Fischer nahm wieder am Kampf um die Weltmeisterschaft teil. Im Kandidaten-Turnier besiegte er hintereinander mehrere Weltklassespieler. In einem turbulenten WM-Kampf siegte schließlich Fischer über Spassky. 1972 wurde damit erstmals seit 1948 die Dominanz des russischen Schachs gebrochen.

In der Nachfolgezeit lehnte Fischer trotz großzügiger finanzieller Angebote eine weitere Betätigung am Schachbrett ab, obwohl sie vorher sein ganzes Leben war.

Somit wurde der Russe Karpow kampflos Nachfolger von Fischer, der seinen Titel dann mehrmals gegen Kortschnoi verteidigte, einen ins westliche Ausland emigrierten Russen.

Anatoli Karpow gewann viele Turniere, konnte es aber nicht verhindern, dass ein stärkerer Herausforderer in dem jugendlichen Kasparow heranwuchs, der sein Nachfolger als Schach-Weltmeister. Kasparow gehört sicherlich zu den souveränsten Weltmeistern der Schachgeschichte. Er verteidigte viele Male seinen Titel, auch außerhalb des von der Fide vorgesehenen Zyklus. Hintergrund war sein Bestreben, sich von der Fide zu emanzipieren und mit seinem Titel persönliche Vorteile zu verschaffen. Es kam zur Trennung vom Weltschachverband und zu der wenig befriedigenden Situation, dass mit Kasparow ein amtierender Weltmeister existierte und zugleich neue Weltmeister von der Fide in kurzen Abständen im Rahmen eines großen KO-Turniers „produziert“ wurden. Es folgte eine inflationären Entwicklung bei den Schach-Weltmeistern. Neben Karpow und dem Inder Anand konnten sich jetzt für kurze Zeit auch wenig bekannte Schach-Großmeister mit dem Titel schmücken, die keinen dauernden Platz auf dem Olymp der Schach-Geschichte haben werden.

Nachdem Kasparow seinen Titel an den Russen Kramnik verloren hatte, trat er vom aktiven Schach zurück. Die Fide suchte eine Neuregelung im Rahmen eines Weltmeisterturniers mit 8 Teilnehmern im Jahre 2006 in Argentinien, bei dem als neuer Schach-Weltmeister der Bulgare Topalow hervorging. Topalow trat zu einem Vereinigungskampf mit Kramnik an, um den so unerfreulichen Zustand zweier aktueller Schach-Weltmeister ein Ende zu bereiten. Noch 2006 kam es zu diesem Kampf, der zunächst bei den klassischen Langpartien unentschieden endete. Die folgenden vier Kurzpartien brachten die Entscheidung zugunsten Kramniks. 2008 gewann dann Anand in einem WM-Kampf gegen den bisherigen Titelträger Kramnik, so dass auch Indien seinen ersten Schach-Weltmeister hatte.

Mittlerweile gibt es auch parallele Veranstaltungen für die Schachspielerinnen.

Schach wird national nach wie vor auf einer breiten Basis in Vereinen gespielt. Daneben gibt es in vielen Ligen Mannschaftsmeisterschaften, es gibt Vereins- und Stadtmeisterschaften, Landes- und nationale Meisterschaften. Es gibt international besuchte Open-Tuniere, die für praktisch jeden offen sind, es gibt Olympiaden, an denen mehr als hundert Auswahlmannschaften aus allen denkbaren Ländern teilnehmen. Für den interessierten Schachspieler ist das Angebot so groß wie nie zuvor in der Schach-Geschichte.

Ebenso vielfältig ist auch das Angebot von Schach App´s, Schachcomputer, Schachspielen und Schachuhren

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